Blässgans
Anser albifrons
Wintergast65–78 cm
Feld & WieseGewässer
Ab Oktober treffen die Schwärme aus Sibirien ein. An ihren Schlafgewässern sammeln sich teils zehntausende Vögel, die morgens gemeinsam auf die Wiesen und Äcker fliegen.
So erkennst du sie
- Weiße Stirn rund um den rosa Schnabel
- Schwarze Querbänder auf dem Bauch
- Orange Beine, sonst graubraun
- Ruf
- helles, schnelles „kliu-kliu“
- Wo zu finden
- Niederrhein, Havelland und Unteres Odertal (Brandenburg), Elbtalaue, Küstenmarschen
- Größe
- 65 bis 78 cm Körperlänge
Wann im Jahr
Anwesend: Oktober bis März. Hauptzeit: Dezember, Januar, Februar.
Bei uns anzutreffen: Oktober bis März. Besonders gut zu sehen im Dezember, Januar und Februar.
Lebensweise
Was frisst die Blässgans?
Gräser, Wurzeln und Wintersaaten; frisst auf Wiesen und Äckern, oft auch nachts.
Gesang und Rufe
Hohe, schnelle Rufe „kliu-kliu“, heller als bei der Graugans. Im Schwarm entsteht ein vielstimmiges Lachen.
Brutzeit und Nest
Brütet in der arktischen Tundra Russlands. Das Nest ist eine mit Daunen ausgepolsterte Mulde am Boden, meist mit fünf bis sechs Eiern.
Gut zu wissen
Kommt ab Oktober aus Sibirien und überwintert vor allem am Niederrhein und im Norden Deutschlands. Schläft auf Seen und fliegt morgens in langen Ketten zu den Weiden.
So hilfst du ihr
Abstand zu rastenden Trupps halten und auf den Wegen bleiben, damit die Vögel ungestört fressen können.
Beobachtungstipp
An Wintertagen auf großen Wiesen am Niederrhein oder an der Unterelbe, morgens beim Einflug von den Schlafgewässern.
Nicht verwechseln mit der Graugans
Die Graugans ist größer und massiger, mit kräftigem orangefarbenem Schnabel.