Weißwangengans
Branta leucopsis
Wintergast58–70 cm
KüsteFeld & Wiese
Brütet in der Arktis und kommt jetzt in großen Trupps an die Küsten. Ganze Schwärme grasen auf Salz- und Feuchtwiesen und fliegen abends laut rufend zu ihren Schlafplätzen.
So erkennst du sie
- Weißes Gesicht, schwarzer Hals und Brust
- Silbergrauer Rücken mit feinen Querbändern
- Kleiner schwarzer Schnabel, schwarze Beine
- Ruf
- kurzes, hundeartiges Bellen „kak“
- Wo zu finden
- Wattenmeer und Nordseeküste, Unterelbe, Ostseeküste; seltener im Binnenland
- Größe
- 58 bis 70 cm Körperlänge
Wann im Jahr
Anwesend: Oktober bis Mai. Hauptzeit: November, April.
Bei uns anzutreffen: Oktober bis Mai. Besonders gut zu sehen im November und April.
Lebensweise
Was frisst die Weißwangengans?
Reiner Pflanzenfresser: Gräser, Klee, Wintergetreide und Pflanzen der Salzwiesen, die sie in großen Trupps abweidet.
Gesang und Rufe
Ein kurzes, kläffendes „kak“, das im Trupp wie Hundegebell klingt. Große Schwärme sind auch nachts zu hören.
Brutzeit und Nest
Brütet in Kolonien in der Arktis, etwa auf Grönland, Spitzbergen und an der russischen Eismeerküste, inzwischen auch an der Ostsee. Viele Nester liegen auf steilen Felsklippen, die Küken springen kurz nach dem Schlüpfen hinunter. Das Gelege hat meist vier bis fünf Eier.
Gut zu wissen
Überwintert zu Hunderttausenden im Wattenmeer und an der Nordseeküste. Familien bleiben den ganzen Winter über zusammen.
So hilfst du ihr
Rastende Gänse nicht aufscheuchen, denn jedes Auffliegen kostet Energie, die sie für den Winter brauchen. Hunde an der Küste anleinen.
Beobachtungstipp
Von Oktober bis April an der Nordseeküste, zum Beispiel an den Deichen von Butjadingen oder in Dithmarschen.
Nicht verwechseln mit der Kanadagans
Die Kanadagans ist deutlich größer (90–110 cm) und braun statt silbergrau.