Amsel
Turdus merula
Jahresvogel24–27 cm
Stadt & GartenWald
Kaum ein Vogel ist in Gärten so vertraut. Im Winter sucht die Amsel unter Hecken und am Boden nach Fallobst und Beeren, im zeitigen Frühjahr singt das Männchen in der Dämmerung von Dachfirsten.
So erkennst du sie
- Männchen ganz schwarz mit gelbem Schnabel und gelbem Augenring
- Weibchen dunkelbraun mit leicht gefleckter Kehle
- Wippt nach der Landung mit dem Schwanz
- Ruf
- melodischer, flötender Gesang; bei Störung ein lautes „tix-tix-tix“
- Wo zu finden
- Gärten, Parks, Friedhöfe und Wälder in ganz Deutschland
- Größe
- 24 bis 27 cm Körperlänge
Wann im Jahr
Anwesend: ganzjährig. Hauptzeit: März, April, Mai.
Die Amsel ist das ganze Jahr über in Deutschland zu sehen. Besonders gut zu sehen im März, April und Mai.
Lebensweise
Was frisst die Amsel?
Regenwürmer, Insekten und Schnecken vom Boden, im Herbst und Winter Beeren und Fallobst.
Gesang und Rufe
Der Gesang ist melodisch, flötend und gemächlich, gern von Dachfirsten und Antennen aus, von Februar bis Juli. Bei Gefahr ein lautes, aufgeregtes „tix-tix-tix“.
Brutzeit und Nest
Baut ihr Napfnest in Hecken, Bäumen und an Gebäuden. Brutzeit März bis Juli, meist zwei bis drei Bruten mit vier bis fünf Eiern.
Gut zu wissen
Ursprünglich ein scheuer Waldvogel, lebt sie seit rund 150 Jahren auch in Städten. Das Usutu-Virus hat in manchen Sommern zu deutlichen Verlusten geführt.
So hilfst du ihr
Dichte Hecken, Laub unter Sträuchern und eine Vogeltränke helfen ihr. Im Winter Äpfel und Rosinen auf den Boden legen.
Beobachtungstipp
In der Abenddämmerung im Frühjahr, wenn die Männchen von den Dächern singen.
Am Futterhaus
Die Amsel frisst gern Äpfel, Haferflocken und Rosinen, am Boden. Fallobst unter Hecken liegen lassen.
Nicht verwechseln mit der Singdrossel
Die Singdrossel hat eine helle Brust mit klaren, dunklen Tropfenflecken; das braune Amselweibchen ist viel dunkler und kaum gefleckt.
Amsel oder Singdrossel? Alle Unterschiede · Singdrossel im Porträt